23. April 2010

Akademische Bildung in Deutschland hauptsächlich für einen elitären Kreis

"Die neue Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) bestätigt erneut die soziale Benachteiligung einkommensschwacher Schichten in Deutschland. Damit wird wiederum klar: Ziel der akademischen Bildung in Deutschland ist es nicht, die talentiertesten und klügsten Köpfe zum Studium zu bringen, sondern sie hauptsächlich für einen elitären Kreis zu sichern", erklärt Susanne Hennig, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag für Studierendenfragen.

Die Ungerechtigkeit setze sich auch während des Studiums in doppelter Form fort: Studierende aus weniger finanzstarken Elternhäusern seien neben ihrer Ausbildung gezwungen, für ihren Lebensunterhalt zu jobben und müssten stärker Darlehen in Anspruch nehmen. Damit stünden sie auch beim Berufsstart mit Schulden schlechter situiert da als Kinder reicherer Eltern. "Es bleibt dabei, Deutschland leistet sich eines der ungerechtesten Bildungssysteme", sagt die Abgeordnete der LINKEN.

Susanne Hennig weiter: "Volkswirtschaftlich ist diese Entwicklung fatal, da Chancen unwiederbringlich nicht genutzt werden. Wir bleiben dabei: Das Studium muss kostenfrei sein und die Rahmenbedingungen für Studierende müssen sich verbessern. Dazu ist ein Bedarfs deckendes, Elternunabhängiges BAföG für alle unabdingbar."