23. April 2010

Atomenergie-Ausstieg ist rasch umsetzbar

Mit Blick auf den morgigen Aktionstag der erneuerbaren Energien sowie dem Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl verweist Petra Enders auf die Prognosen des Institute for Sustainable Solutions and Innovations (ISUSI), die "erneut bestätigen, dass der Ausstieg aus der Atomenergie rasch umsetzbar ist".

Allerdings müsse mit diesem Ausstieg nicht nur die Etablierung der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien, sondern auch der dezentralen Stromverteilung erfolgen, so die energiepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag und Bürgermeisterin von Großbreitenbach weiter.

Erneuerbare Energien seien ein Energiepotential, das man überall - von Region zu Region in unterschiedlicher Intensität - von der Natur angeboten bekomme und das auf Dauer verfügbar sei. "Die Energie kann konsequent dort erzeugt werden, wo sie gebraucht wird", unterstreicht die Landtagsabgeordnete.

Frau Enders weiter: "Das bedeutet im Umkehrschluss: Leitungssysteme quer durch die Republik - wie die 380-KV-Leitungen in Thüringen und Niedersachsen - sind unnötig. Wir benötigen ein intelligentes, hochmodernes dezentrales Stromnetz, welches im Besitz der öffentlichen Hand ist."