23. April 2010

Investitionen am Standort Unterbreizbach notwendig

Katja Wolf, Umweltpolitikerin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, begrüßt die Haltung der Landesregierung, "sich nicht weiter von K+S erpressen lassen zu wollen". Die Landesregierung habe in der heutigen Sitzung des Umweltausschusses deutlich gemacht, dass es definitiv keine weitere Einleitgenehmigung ab 2012 für Abwässer aus dem Werk Unterbreizbach geben wird.

Der Konzern hatte seine ursprüngliche Zusage, keine Abwässer aus Unterbreizbach einzuleiten, zurückgenommen, indem er eine Investition in eine Eindampfanlage am Standort aufkündigte. "Für mich ist nicht nur die Abwasserfreiheit Unterbreizbachs mit der Eindampfanlage verbunden gewesen, sie hätte auch durch die Investition in dieser Höhe Arbeitsplätze und die höhere stoffliche Verwertung gesichert. Damit wäre ein Beitrag für eine Zukunftsperspektive Unterbreizbachs verbunden gewesen", bekräftigt die Landtagsabgeordnete.

Sollte über den Laugenverbund der verschiedenen Kaliwerke im Werragebiet die Verwertung der Abwässer Unterbreizbachs an einem anderen Standort erfolgen, müsste trotzdem in die Vergrößerung der Produktpalette des Thüringer Werkes investiert werden. "Das schafft Arbeitsplätze und verhindert Situationen wie im Vorjahr. K+S hatte in Thüringen in Folge der schlechten Marktlage eine deutlich längere Kurzarbeit als in Hessen angekündigt", sagt Frau Wolf abschließend.