13. April 2010

Kein Ort für Neonazis - DIE LINKE unterstützt vielfältige Aktionen

Der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, ruft zur Beteiligung an vielfältigen Aktionen gegen den Neonaziaufmarsch am 1. Mai in Erfurt auf. "Erfurt ist bunt und nicht braun. Wir möchten alle ermutigen, am 1. Mai auf die Straße zu gehen, deutlich zu machen, dass es 65 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus auch weiterhin ‚Nie wieder' heißen muss", sagt Ramelow.

Das heutige "Probesitzen" auf dem Erfurter Fischmarkt sei eine erste Möglichkeit für eine friedliche aber entschlossene Protestform der Blockade, mit der Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld des 1. Mai ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Neofaschismus setzen können. "Es geht darum, gemeinsam und solidarisch der menschenverachtenden Ideologie der NPD und gewalttätigen Neonazis die rote Karte zu zeigen. Das heutige Probesitzen soll ein Auftakt für eine ganze Reihe von Veranstaltungen gegen braunen Ungeist sein", erklärt der Oppositionsführer im Landtag.

DIE LINKE-Fraktion werde sich an weiteren Aktionen beteiligen und sich aktiv in die Informationsarbeit einbringen. So sollen in den nächsten Wochen in ganz Thüringen Plakate zu den Protesten aufrufen und in Erfurt wird mit Veranstaltungen und Infoständen über die Gegenaktivitäten informiert und zur Teilnahme aufgerufen.

"Die Lehre aus der Vergangenheit muss sein, Demokratie aktiv zu schützen und zu verteidigen. Dazu gehört, den Neonazis nicht die Straßen und Plätze zu überlassen. Der 1. Mai bleibt der Tag der Solidarität und Menschenrechte", so Ramelow, der die Landesregierung erneut auffordert, sich offensiv für das Verbot der NPD einzusetzen.