9. April 2010

Erinnern und Mahnen: Aufruf zur Teilnahme an Gedenkveranstaltungen

"Die Verbrechen der Vergangenheit niemals zu vergessen, ist heute die Grundlage, entschieden gegen alte und neue Neonazis zu kämpfen", sagt Bodo Ramelow, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE, der zur Teilnahme an den Gedenkveranstaltungen anlässlich des Jahrestages der Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers Buchendwald aufruft.

"Die Millionen Opfer der perfide geplanten und umgesetzten Vernichtung von Menschen durch den deutschen Nationalsozialismus erinnern uns an unsere Verantwortung, niemals mehr in einer Gesellschaft wegzuschauen, wenn eine menschenverachtende Ideologie schleichend Fuß fasst", so der Oppositionsführer im Landtag weiter.

Das Gedenken an die Opfer und das Lebendighalten des Wissens um die begangenen Verbrechen sei Grundlage einer aktiven Erinnerungskultur, die zum Bestandteil eines Landesprogramms zur Stärkung der zivilgesellschaftlichen Auseinandersetzung mit den heutigen Formen des Nazismus werden muss. Insofern sei die Teilnahme an den Gedenkveranstaltungen in Buchenwald und entlang der so genannten Todesmarsch-Strecke auch ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus.