29. Juni 2010

LINKE-Landtagsfraktionen von Hessen und Thüringen lehnen Transitstrecke durch die Rhön ab!

Angesichts eines Treffens von Vertretern der hessischen und der Thüringer Landtagsfraktion der LINKEN in Tann mit der Bürgerinitiative "Rettet die Rhön-Alternativen zur B 87N" erklärt Tilo Kummer, Abgeordneter der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: "Die ständig steigenden Prognosen der Baukosten für die B 87N sowie die Verkehrsschätzungen des Amtes für Straßenbau und Verkehrswesen Fulda zeigen, dass hier nicht die notwendige Verbesserung der Situation der Thüringer Berufspendler und der vom Verkehr belasteten Rhöndörfer im Vordergrund steht. Der Bund plant eindeutig eine Transitstrecke zwischen Frankfurt/Oder und Frankfurt/Main, die zu massiven Belastungen der Bevölkerung und der schützenswerten Natur im Biosphärenreservat führen wird!"

Die Steigerung des Fahrzeugverkehrs in Unterweid von 1700 Fahrzeugen pro Tag 2004 auf 10.700 im Jahr 2020 seien bei der gegenwärtigen demografischen Entwicklung wirklich nicht aus der Region zu erreichen, ist sich Kummer sicher. "Der Lärm, der von einer solchen Transitstrecke ausgeht, wird dem einer Autobahn nahekommen", befürchtet der Abgeordnete.

Kummer weiter: "Da bei den bisher erkennbaren Planungen nur wenige hundert Meter der Bestandsstraße genutzt werden, ist auch mit massivem Flächenverlust in den betroffenen Dörfern zu rechnen. Das führt zu starken Beeinträchtigungen landwirtschaftlicher Betriebe, die immerhin das wirtschaftliche Rückgrat der Region darstellen.

Die Vertreter der Landtagsfraktionen sagten gestern deshalb der Bürgerinitiative ihre Unterstützung im Vorgehen gegen diese Mammutplanungen im sensiblen Biosphärenreservat zu. "Wir brauchen Ortsumgehungen, welche die Bedingungen für Anwohner, Pendler und die regionale Wirtschaft verbessern. Von den Landesregierungen fordern wir, die für die Region unverträglichen Planungen einer LKW-Abkürzung zwischen Madrid und Moskau ein für allemal zu stoppen", erklärt der Abgeordnete der LINKEN.