26. Oktober 2011

Bibliotheken dürfen nicht länger „freiwillige“ Aufgabe sein

Die bundesweite Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek“ ist nicht nur für viele Bürgerinnen und Bürger Anlass, Bibliotheken in ihrer Vielfältigkeit zu erleben und sich von der wertvollen Arbeit ein umfassendes Bild zu machen. „Es gilt auch, die teils prekäre Situation Thüringer Bibliotheken erneut anzumahnen und eine konsequente Unterstützung zu fordern“, sagt die Kulturpolitikerin der Fraktion DIE LINKE, Dr. Birgit Klaubert.

Bereits im Jahr 2010 brachte die Linksfraktion einen Gesetzentwurf zur Änderung des Bibliotheksgesetzes ein, der damals nur von den Grünen unterstützt wurde. „Die Punkte, die die Grünen als Ausgangspunkte zur Verbesserung der Lage der Bibliotheken nennen, kann ich nur unterstützen“, so Dr. Klaubert. „Bibliotheken dürfen keine freiwillige Aufgabe bleiben, sondern gehören als Bildungs- und Kultureinrichtungen zur Daseinsfürsorge“, meint die Politikerin weiter.

In ihrem Änderungsentwurf des Bibliotheksgesetzes hatte DIE LINKE unter anderem gefordert, Bibliotheken zur Pflichtaufgabe zu erklären und allen den Zugang und die Nutzung der verschiedenen Angebote, vor allem auch der Bildungsarbeit, zu ermöglichen.

„Bibliotheken haben eine besondere Bedeutung als Bildungseinrichtungen, vor allem in Kooperation mit Schulen. Da dürfen wir nicht zulassen, dass einerseits immer mehr Bibliotheken schließen müssen und andererseits das Nutzen einer Bibliothek zu einem Luxus für nur wenige Menschen wird“, betont Frau Dr. Klaubert. Abschließend gibt die Kulturpolitikerin an, sie freue sich auf die Gespräche mit allen Fraktionen und hoffe, doch noch eine konsequente Förderung mit angemessener Landesbeteiligung überfraktionell erreichen zu können.