13. September 2011

Trassenkorridor für 380-kV-Leitung im Entwurf des Landesentwicklungsprogramms inakzeptabel

Als „völlig inakzeptabel“ hat die Landtagsabgeordnete der LINKEN und Sprecherin für Demografie, Landes- und Regionalentwicklung, Petra Enders, den vorgesehenen Korridor für die 380-kV-Leitung im Entwurf des Landesentwicklungsprogramms 2025 bezeichnet.

„Ein solcher Korridor hat in einem Zukunftsprogramm für Thüringen nichts zu suchen“, protestiert die Politikerin. Sie verweist darauf, dass sich die Verfasser des Programmentwurfs aus dem Thüringer Bau- und dem Wirtschaftsministerium auf Gesetze des Bundes, wie das im vorigen Jahr verabschiedete Energieleitungsausbaugesetz, berufen. Dabei sei inzwischen festgestellt, dass diese „zumindest in Teilen verfassungswidrig sind und zudem aus einer Zeit stammen, wo Schwarz-Gelb noch von der Atomenergie als Brückentechnologie gesprochen hat“, so die Abgeordnete weiter.

„Dies hat sich nach Fukushima gründlich verändert“, unterstreicht Frau Enders die seit dem von statten gegangene Entwicklung. Der Ausbau der erneuerbaren Energien erfolge dezentral im Energiemix vor Ort. Länder, wie Baden-Württemberg oder Bayern, verstärkten auch bei der Nutzung von Windenergie ihre eigenen Anstrengungen. „Da macht die Durchleitung von im Norden erzeugtem Windstrom nach Süden überhaupt keinen Sinn mehr“, erklärt die LINKE Abgeordnete. Zudem fehle ein rechtskräftiger Planfeststellungsbeschluss.