7. September 2011

Künstliche Befruchtung diskriminierungsfrei gewähren!

Der Landtag war sich im März dieses Jahres einig, dass es bei künstlichen Befruchtungen Veränderungen geben muss. Seit der letzten Gesetznovelle müssen Ehepaare die Hälfte der Kosten für eine künstliche Befruchtung zahlen und ab dem vierten Versuch müssen sie sämtliche Kosten übernehmen. Auf Initiative der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag hat die Landesregierung heute im Ausschuss berichtet, dass sie einen Antrag im Bundesrat gestellt hat, die künstliche Befruchtung als familienpolitische Leistung anzuerkennen und die verbliebenen 50 Prozent über den Bundeshaushalt zu finanzieren.

„Wir unterstützen diesen Antrag der Landesregierung, da er die Situation von Ehepaaren eindeutig verbessert“, sagt Karola Stange, gleichstellungspolitische Sprecherin der Linksfraktion. „Wir fordern aber auch, dass wieder vier Versuche finanziert werden und diese Möglichkeit für alle Frauen geöffnet wird.“

Aus Sicht der LINKEN sei es nicht gerechtfertigt, nur den Kinderwunsch von Ehepaaren positiv zu sanktionieren und anderen dieses Recht abzusprechen. „DIE LINKE hat deswegen im März einen eigenen Antrag in den Landtag eingebracht, demzufolge die künstliche Befruchtung diskriminierungsfrei gewährt wird“, sagt Karola Stange. „Wenn die Kostenregelung verbessert ist, sollte sich die Landesregierung noch einmal diesem Aspekt zuwenden und sich nicht länger mit der Benachteiligung nicht-verheirateter Menschen abfinden.“