15. August 2012

Regionale Rettungsdienste nicht gefährden!

Mit Bestürzung nahm der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Jörg Kubitzki, die Recherchen des MDR zur Kenntnis, dass Rettungsdienstleistungen europaweit ausgeschrieben werden müssen, wenn dies nicht durch Landesgesetze anderweitig geregelt ist.

Der Abgeordnete weiter: „Da es in Thüringen keine landesgesetzlichen Regelungen zur Vergabepraxis von Rettungsdienstleistungen gibt, wären die Thüringer Träger von Rettungsdiensten bei der Ausschreibung durch die Landkreise benachteiligt. Damit könnten Arbeitsplätze in diesem Bereich verloren gehen bzw. Lohndumping für Rettungssanitäter und -assistenten die Folge sein.“

Kubitzki fordert, dass die Thüringer Landesregierung sofort prüft, inwieweit Thüringen betroffen ist. „Es müssen umgehend die notwendigen gesetzlichen Schritte unternommen werden, damit die Leistungen des Rettungsdienstes sowie weitere soziale Dienstleistungen regional vergeben werden können. Hier wird eine aufopferungsvolle Arbeit zur Rettung von Menschenleben geleistet und diese muss auch entsprechend entlohnt werden“, verlangt der Gesundheitspolitiker der LINKEN.