14. August 2012

Prioritäten setzen für den Ausbau der Schieneninfrastruktur

„Nicht der Straßen- und Autobahnbau sollte durch die Landesregierung priorisiert werden, sondern der Ausbau der Schieneninfrastruktur“, fordert die verkehrspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion DIE LINKE, Dr. Gudrun Lukin, die sich zugleich gegen Zugstreichungen im Fernverkehr für Jena wendet.

Die meisten Verlautbarungen der Landesregierung deuteten darauf hin, dass die Absicht im Koalitionsvertrag, Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, „ein Lippenbekenntnis bleibt“, so die Abgeordnete weiter. „Immer mehr nehmen Straßenausbauprojekte einen vorderen Rang ein. So wird beispielsweise der Ausbau des Hermsdorfer Kreuzes trotz wachsender Lärmbelästigung für die Anwohner nach wie vor favorisiert.“

Dabei sollte es oberstes Ziel landespolitischer Aktivitäten sein, die Mitte-Deutschland-Verbindung zwischen Weimar und Gera durchgängig zweigleisig auszubauen. Gleichzeitig müsse aber erreicht werden, dass die Verbindung Ostthüringens an das Fernverkehrsnetz „nicht ausgedünnt und ab 2017 gekappt wird“, betont Frau Dr. Lukin.

„Die steigenden Fahrgastzahlen im Bahnverkehr zeigen, dass immer mehr Menschen umweltbewusst reisen und schnelle sowie durchgehende Bahnverbindungen ein wichtiger Standortvorteil sind. Dies gilt besonders für die Universitätsstadt Jena“, erklärte die Abgeordnete und fordert namens der Linksfraktion die Landesregierung und die DB AG auf, keine Zugstreichungen im Fernverkehr für Jena vorzunehmen. „Dazu hätten wir uns ein klares Bekenntnis beim Bahngipfel gewünscht“, sagt die Verkehrspolitikerin abschließend.