19. Dezember 2012

Schwangerschaftsberatungsstellen noch immer ohne Förderungsrichtlinie

"Zum 19.12.2012 ist die Richtlinie zur Förderung von Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen in Thüringen noch immer nicht im Staatsanzeiger veröffentlicht. Somit gibt es bisher keine wirksame Grundlage für die Finanzierung der Beratungsstellen. Die Träger der Beratungsstellen wissen bis heute nicht, wie sie ab dem nächsten Jahr planen und arbeiten sollen", kritisiert Karola Stange, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

Eine Thüringer Beratungsstelle von Pro Familia warte noch immer auf eine Zusage über die Förderung durch den Freistaat und sei im Unklaren darüber, ob die geplante neue Mitarbeiterin als Ansprechpartnerin für schwangere Frauen bezahlt werden könne. "Wenn die Träger der Beratungsstellen bis spätestens diesen Freitag keine Information erhalten, befürchte ich, dass für sie das Jahr 2013 chaotisch beginnt und das ist nicht hinnehmbar bei dieser wichtigen Arbeit und Beratung vor Ort, die gesichert sein muss", sagt Stange.

Offensichtlich gebe es noch Klärungsbedarf und Begehrlichkeiten beim Thüringer Finanzministerium. "Die Kommunikation zwischen dem Thüringer Sozialministerium und den Trägern der Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen ist nicht sachgerecht - Frau Taubert muss unverzüglich reagieren", fordert die Gleichstellungspolitikerin abschließend.