19. Dezember 2012

Viel heiße Luft um zu wenig Förderung für energetische Gebäudesanierung

Heidrun Sedlacik begrüßt es, dass der Bund mehr Geld über die KfW-Förderbank für energetische Gebäudesanierung geben will. Die Aufstockung soll 300 Millionen Euro betragen, "was jedoch für das Ziel der energetischen Sanierung nicht ausreichend ist",  sagt die wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

"Mit dem aufgestockten Betrag stehen im kommenden Jahr auch nur 1,8 Milliarden Euro für die Gebäudesanierung bereit", so Frau Sedlacik weiter. Im Jahr 2009 habe der Bund noch 2,2 Milliarden Euro für die Ziele der energetischen Sanierung zur Verfügung gestellt. "Im Vergleich der Zahlen der letzten Jahre relativiert sich die heutige Weihnachtsbotschaft der Bundesregierung gewaltig. Sie macht viel heiße Luft um wenig - zu wenig für die energetische Gebäudesanierung", kritisiert die Abgeordnete.

Um die Klimaschutzziele zu erreichen, sei eine Verdopplung der Sanierungsquote notwendig, jährlich müssten rund fünf Milliarden Euro bereitgestellt werden. "Damit könnten Zuschussprogramme für Einzelmaßnahmen, die gegenüber Darlehensprogrammen sehr viel attraktiver sind, besser ausfinanziert werden. Nicht jeder kann oder will eine umfassende Gebäudesanierung durchführen, deshalb ist es wichtig, auch Einzelmaßnahmen wie neue Fenster oder eine neue Heizung, finanziell zu unterstützen", betont die Wohnungspolitikerin. Dies sei auch deshalb notwendig, "weil sich insbesondere ältere Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer nicht mehr mit einem Kredit belasten wollen oder keinen bekommen, weil sie zu alt sind".