6. Dezember 2012

Zwei freie Samstage im Monat für Beschäftigte im Einzelhandel gesichert!

In der heutigen Sitzung des Sozialausschusses hat Ministerin Taubert die Verordnung zur Einschränkung der freien Samstage für Verkäufer ersatzlos zurückgezogen. Dazu erklärt Karola Stange, Mitglied des Sozialausschusses: "Wieder einmal zeigt sich: Links wirkt - auch aus der Opposition. Zusammen mit Beschäftigten und Gewerkschaften haben wir gegen das Aufweichen der Samstagsregelung gekämpft. Es war vor allem der fortwährende Protest der Betroffenen vor dem Thüringer Landtag, der eine Einigung in der Regierungskoalition unmöglich machte, so dass nun die bisherige Regelung in Kraft bleibt. Heute ist ein guter Tag für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Thüringen."

Gleichzeitig mahnt Frau Stange, über den Erhalt der zwei freien Samstage nicht die anderen Pferdefüße des gültigen Gesetzes zu vergessen. "Die zwei freien Samstage sind wichtig, es bleiben aber die völlig unsinnigen Ladenöffnungszeiten, die ein Öffnen aller Geschäfte fast rund um die Uhr ermöglichen." Die Abgeordnete unterstreicht das Konzept der LINKEN, das einen Ladenschluss um 20 Uhr vorsieht. Es bleibe nur zu hoffen, dass nach der nächsten Landtagswahl "eine sozialere Koalition diese Baustelle noch einmal angehen kann".

Abschließend verweist Karola Stange mit Kopfschütteln auf einen zur Beratung im Landtag anstehenden Gesetzentwurf der FDP-Fraktion, der die zwei freien Samstage komplett beerdigen will: "Die FDP und ihre Klientelpolitik sprechen dem sozialstaatlichen Gedanken von Arbeits- und Gesundheitsschutz für die Beschäftigten im Einzelhandel Hohn." Damit werde gezielt jede Möglichkeit für ein planbares Familienleben torpediert. "Die Linksfraktion wird auch diesem Ansinnen im Dezemberplenum die rote Karte zeigen", so Stange abschließend.