3. Dezember 2012

Widerliche Sympathie-Bekundungen Thüringer Neonazis für Verbrechen der NSU

Nachdem bereits in der vergangenen Woche in Kahla Thüringer Neonazis mit einem Transparent Solidarität für den wegen Beihilfe zum mehrfachen Mord angeklagten Ralf Wohlleben bekundeten, posieren nunmehr Neonazis im Netz mit Waffen und eindeutiger Pose und kommentieren dies als "NSU reloaded" bzw. "Die neu NSU aus Thüringen".

Dazu Martina Renner, innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion:  "Diese zur Schau gestellte Solidarisierung mit den Verbrechen des NSU und das demonstrative Zeigen von Waffen sind nicht nur Ausdruck eines Selbstverständnisses und der Kontinuität zwischen menschenverachtender Ideologie und der Bereitschaft zur Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele. Sie zeigen auch, auf welch großes Unterstützerumfeld das neonazistische Terrornetzwerk NSU in der extremen Rechten bauen konnte."

Renner verweist darauf, dass ein Teil der posierenden Neonazis in Crawinkel über eine eigene Immobilie verfügt, in der sich regelmäßig Neonazis zu Veranstaltungen treffen. Aus diesem Umkreis kommen offenkundig auch diejenigen, die vor einer Woche in Gotha vor einem von alternativen Jugendlichen bewohnten Haus einen selbstgebauten Sprengkörper detonieren ließen.

Die LINKE Abgeordnete hat sich am heutigen Tag mit einem Schreiben an die Staatsanwaltschaft gewandt, um die Veröffentlichung auf ihren strafrechtlichen Charakter überprüfen zu lassen.