28. März 2012

Netzumbau statt Netzausbau: Keine zusätzliche Belastung durch unsinnigen Trassenausbau

Angesichts der Nachrichten, dass vor allem Ostdeutschen der Ausbau der Stromnetze teuer zu stehen kommen wird, erklärt Petra Enders, Landtagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE: „Das Erheben deutlich höherer Netzentgelte wäre eine vollkommen unnötige zusätzliche Belastung von Bürgerinnen und Bürgern. Das bestehende Stromnetz kann für Zukünftiges fit gemacht werden, indem man dem Prinzip ‚Netzumbau vor Netzneubau’ folgt!“

Frau Enders weist darauf hin, dass Netznutzungsentgelte schon jetzt 20 Prozent des Strompreises ausmachten. „Ein weiterer Ausbau der Stromtrassen würde den Energiepreis nochmals enorm verteuern. Deshalb ist es wichtig, bestehende Netze zu modernisieren und eine Anpassung für die Durchleitung regenerativer Energien vorzunehmen.“
Die Abgeordnete macht erneut darauf aufmerksam, dass es gegenwärtig schon mehr als 37 000 Kilometer Höchstspannungsnetze und 1,8 Mio. Kilometer Verteilernetze in der Bundesrepublik gibt. „Damit hat Deutschland eines der engmaschigsten Netze der Welt. Diese gilt es umzurüsten“, unterstreicht Frau Enders. Im Übrigen würden wissenschaftliche Gutachten belegen, dass der Einsatz neuer Technologien, Hochspannungsleitungen, Freileitungsmonitoring, Smart Grids - also regelbare Netze - nur einen Bruchteil dessen kostet, was ein Netzneubau kosten würde.