27. November 2012

Sie waren laut. Sie waren viele. Sie waren gut!

"Die Schülerinnen und Schüler haben das Richtige getan und mit ihrer Kundgebung auf die drängenden Probleme im Schulsystem hingewiesen", resümiert Susanne Hennig, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, nach der heutigen Schüler-Demonstration auf dem Marktplatz in Bad Salzungen.

,Was nützen uns demokratische Rechte, wenn wir sie nicht wahrnehmen dürfen!', diese heute während des Schüler-Protests aufgeworfene Frage sei mehr als berechtigt, bekräftigt Susanne Hennig. Die Demonstration habe erneut deutlich gemacht, dass Schülerinnen und Schüler ganz genau wissen, "wo im Bildungssystem der Schuh drückt und dass sie keine Angst haben, das auch laut kund zu tun!", erklärt die LINKE-Bildungspolitikerin.
Die Landesregierung sollte endlich realisieren, dass für jede altersbedingt ausscheidende Lehrkraft eine Neueinstellung erfolgen muss, um dem Unterrichtsausfall zu begegnen. "Der Status quo der Stellenzahlen darf nicht zurückgeschraubt werden! Salbungsvolle Worte aus dem Bildungsministerium ersetzen kein Personalentwicklungskonzept", sagt Frau Hennig. Es sei "eine Mogelpackung", wenn die SPD mit Teilzeitbesetzungen dem Personalproblem an den Schulen begegnen will: "Denn etwas anderes ist es nicht, wenn man erklärt, dass 400 Stellen 600 Köpfe bedeuten! Ein Lehrer muss auch endlich wieder Zeit z.B. für Klassenleiterstunden haben", fordert Susanne Hennig.
"Die Teilnahme vieler an der Demonstration hat mich sehr gefreut! Trotz des Schreibens des Schulamtes haben viele Schüler, aber auch Lehrer und Elternvertreter in Bad Salzungen gemeinsam protestiert. Heute hat dieses Thema die öffentliche Wirkung bekommen, die es auch braucht. Das verdanken wir dem Engagement aller Beteiligten. Wir stehen weiter an der Seite derjenigen, die in diesem Sinne unmissverständlich für ihre Rechte eintreten!", so Susanne Hennig abschließend.