12. Februar 2013

Antike Sportart ungeeignet für "neue Medienwelt"?

Mit völligem Unverständnis reagiert der sportpolitische Sprecher der Thüringer Landtagsfraktion der LINKEN, Knut Korschewsky, auf die Meldung, dass die Sportart Ringen aus dem Programm der Olympischen Spiele ab dem Jahr 2020 gestrichen werden soll.

"Ringen ist eine der ältesten Sportarten der Geschichte und einer der Ausgangspunkte der Olympischen Spiele der Neuzeit. Es ist unverantwortlich, wie sich die Mitglieder des IOC an der Spitze mit ihrem Präsidenten Jacques Rogge verhalten", so der Abgeordnete weiter. Scheinbar gehe es nicht mehr um sportliche Leistungen, sondern um die Interessen von Konzernen. "Wie sonst kann es zu der Aussage kommen, dass unter anderem TV-Quoten darüber entscheiden, welche Sportart olympisch ist und welche nicht", drückt Korschewsky sein Unverständnis aus.

"Die Werbebanner von Coca Cola, Warsteiner, Opel usw. sind nicht mehr häufig genug im Fernsehen zu sehen und schon wird Ringen aus den Olympischen Spielen genommen. Wie weit soll das noch gehen?", fragt der Linkspolitiker und befürchtet, dass bald Wetten angenommen werden, wann auch Speerwerfen aus dem olympischen Programm verbannt wird.

"Die Herren des IOC sollten sich nicht damit befassen, welche Sportarten nicht mehr werbeträchtig genug sind, sondern etwas dafür tun, dass die Attraktivität solcher altehrwürdigen Sportarten, wie Ringen oder moderner Fünfkampf, zukünftig wieder erhöht wird. Und dies nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für die Athleten", sagt Korschewsky.