12. Februar 2013

Besserer Schutz für Bienen!

"Eine produktive Landwirtschaft ist ohne Bienen und andere Bestäuberinsekten kaum möglich", erklärt Dr. Johanna Scheringer-Wright, Sprecherin für Agrarpolitik der Fraktion DIE LINKE, nach der heutigen Pressekonferenz von NABU und Imkerverbänden. Daher müsse im Ackerbau darauf geachtet werden, dass verschiedene Kulturpflanzen mit angebaut würden.

In Zeiten, in denen keine Feldfrucht blühe, müsse mit Blüh- und Ackerrandstreifen und Hecken dafür gesorgt werden, dass ausreichend Bienennahrung vorhanden ist. "Ein ganz großes Problem für Bienen und andere Bestäuberinsekten stellen derzeit aber die Pflanzenschutzgifte dar", führt die Agrarexpertin der LINKEN weiter aus. So stünden die bienengefährlichen Neonikotinoide schon seit Jahren in der Kritik, spätestens aber seit dem Massensterben von Bienenvölkern in Baden-Württemberg im Jahr 2008. Damals konnte eindeutig bewiesen werden, dass ausschließlich der Wirkstoff Clothianidin die Ursache für das Bienensterben war.

Scheringer-Wright fordert die Landesregierung auf, sich über die Grenzen Thüringens hinaus dafür einzusetzen, dass bienengefährliche Insektizide nicht mehr angewendet werden dürfen. "Die Landesregierung sollte unbedingt die Initiative auf EU-Ebene unterstützen, die vorsieht, die genannten bienengefährlichen Insektizide erst mal für zwei Jahre vom Markt zu nehmen und zu prüfen, ob sich die Bienenvölker dann wieder erholen."