11. Februar 2013

Milchvieh-Betriebe stärken!

Anlässlich des Thüringer Milchtages erneuert die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Dr. Johanna Scheringer-Wright, ihre Forderungen zur Stärkung der Milchviehhaltung in Thüringen.

"Die Milchvieh-Betriebe stärken den ländlichen Raum und erhalten die biologische Vielfalt", betont die LINKE-Abgeordnete. Nur solche Betriebe, die wirtschaftlich nachhaltig aufgestellt sind, könnten langfristig Arbeitsplätze erhalten und ausbauen - sei es durch Personal auf den Höfen selbst oder durch Auftragsvergabe an Betriebe im Handwerk, in der Ernährungswirtschaft und im Landhandel. Wenn für das landwirtschaftliche Urprodukt Milch keine ausreichenden Preise mehr erzielt werden und damit die Betriebe nur eine geringe Wertschöpfung erreichen können, dann gehe das zu Lasten der Vitalität des gesamten ländlichen Raumes. "Eine Agrar- und Interessenpolitik, die weiter auf die Strategie ,Wachsen oder Weichen' setzt, um billigst für die Weltmärkte produzieren zu können, ist verantwortungslos", kritisiert Frau Dr. Scheringer-Wright.

Sie fordert, dass Agrarsubventionen künftig vor allem für - aufgrund ihrer geologischen Lage - benachteiligte Gebiete und Betriebe sowie für besondere Leistungen, z. B. die bodengebundene Tierhaltung, zu verwenden.

"Milchvieh-Betriebe brauchen Planungssicherheit durch verlässliche Rahmenbedingungen, damit sie im Sinne einer nachhaltigen Landwirtschaft produzieren können", so Scheringer-Wright.