30. Januar 2013

Azubis besser unterstützen

"Vor zehn Jahren waren es die fehlenden Ausbildungsplätze, heute sind es die Rahmenbedingungen für die Ausbildung, die den Bestand des viel gerühmten dualen Ausbildungssystems in Thüringen gefährden", sagt Susanne Hennig und verlangt politische Konsequenzen.

"Weitere Wege aufgrund der Veränderungen im Berufsschulnetz und die schwierigere finanzielle Lage vieler Familien bedrohen trotz besserer Bewerberrelation immer mehr den Erhalt des dualen Ausbildungssystems in Thüringen - darauf muss die Politik reagieren", unterstreicht die ausbildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion.

"Aus unserer Sicht ist es vor allem wichtig, die Fahrtkosten-Regelung zu verbessern. Nach der derzeitigen Richtlinie haben nur die wenigsten Auszubildenden Anspruch auf Unterstützung. Und wenn die Eltern nicht eintreten können, kann das bei den niedrigen Azubi-Gehältern immer häufiger zum Abbruch der Ausbildung führen", sagt Frau Hennig.

Nach Ansicht der LINKEN Politikerin braucht Thüringen schnellstens eine Lösung wie etwa in Bayern, wo Fahrtkosten zwischen Betrieb und Berufsschule von über 300 Euro im Jahr generell vom Land übernommen werden. Die LINKE unterstützt zudem die Forderung des Thüringer DGB nach einer Anhebung der Ausbildungsentgelte. "Ausbildung in Thüringen muss attraktiver werden", so Susanne Hennig abschließend.