3. Juli 2013

Lehrereinstellungen: So langsam kommt der Stein ins Rollen!

Nach beinahe sechs Jahren hat Thüringen ein neues Personalentwicklungskonzept für Lehrerinnen und Lehrer. "Dieses Papier stellt einen hoffnungsvollen Anfang für eine neue Personalpolitik dar, darf allerdings nicht auf dem jetzigen Stand verharren und muss weiterentwickelt werden", so Dirk Möller, schulpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, über das heute vorgestellte "Personalentwicklungskonzept Schule" des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

"Mit diesem Konzept bestätigt die Landesregierung den Bedarf von zusätzlichem Personal, das unsere Fraktion seit langem fordert. Dass eine Vertretungsreserve, die das Konzept auch vorsieht, dringend notwendig ist, haben wir immer wieder angemahnt", so der LINKEN-Politiker. Die Feststellung des Ministeriums, dass der Personalbedarf an Schulen in 10 Jahren mit dem heutigen identisch sein wird und dabei aber noch kein zusätzliches Personal für die Umsetzung der Inklusion und für eine Vertretungsreserve eingerechnet wurde, belegt, dass endlich mehr Pädagoginnen und Pädagogen eingestellt werden müssen", konstatiert Dirk Möller.

Das Konzept sieht eine jährliche Anpassung der Berechnungsgrundlagen für den Einstellungsbedarf vor, um auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können. "Dies ist ein unumgänglicher Schritt, der immer transparent sein muss - vor allem für diejenigen, die sich für ein Lehramtsstudium interessieren", merkt Möller an. Auch das Herausstellen des Gesundheitsmanagements als Kernaufgabe sei mehr als überfällig. Dies könne allerdings auch nur als eine Grundlage dienen, die über die Jahre hinweg ausgebaut werden muss.

"Endlich gerät der Stein ins Rollen und ein in Ansätzen gutes Personalentwicklungskonzept ist erarbeitet worden. Dies alles kann aber nur als Anfang dienen und darf sich nicht im Sand verlaufen oder dem Finanzvorbehalt geopfert werden", so Möller abschließend.