2. Juli 2013

Nothnagel kritisiert Verzicht auf Gebärdendolmetscher

Als „einen schlimmen Rückschritt“ bezeichnet Maik Nothnagel, inklusionspolitischer Sprecher der LINKE-Landtagsfraktion, die Ankündigung des Senders „phoenix“, dass ab dem 8. Juli die „Tagesschau“ und das “heute-journal“ nicht mehr mit eingeblendetem Gebärdendolmetscher ausgestrahlt werden.

„Phoenix geht es offenbar nur um Kostenersparnis, denn die Entscheidung des Senders wurde weder im Sinne der Betroffenen noch im Sinne des Rechtsanspruchs der UN-Behindertenrechtskonvention getroffen“, kritisiert Nothnagel. Diese Sendungen sollen künftig mit Untertiteln versehen werden.

„Ein gebührenfinanzierter Sender wie phoenix muss Barrierefreiheit für gehörlose Menschen gewährleisten. Die Abschaffung der Übertragung mittels Gebärdendolmetscher stellt eine deutliche Herabsetzung der Betroffenen dar“, so der Politiker abschließend.