30. Juli 2013

Medienkritischer Umgang wird nicht über ein Verbot von Facebook bewirkt

Zur aktuellen Debatte in mehreren Bundesländern, den Einsatz von sozialen Medien an Schulen einzuschränken und ein Verbot zu erlassen von Schüler-Lehrer-Kontakten über Facebook, erklärt Dirk Möller, schulpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag:

"Das eigentliche Problem ist hier nicht die Frage, ob Schüler und Lehrer Facebook nutzen dürfen, sondern wie ein geeigneter Kommunikationsweg auszusehen hat."

Dass die Nutzung von Facebook nicht unproblematisch sei, stehe außer Frage. "Es muss mehr getan werden in Sachen Aufklärung über Datenschutz und Datensicherheit. Ein medienkritischer Umgang mit Facebook und anderen sozialen Netzwerken wird nicht über ein Verbot bewirkt, sondern muss durch die Vermittlung von Medienkompetenz erfolgen", fordert der Schulpolitiker.

"Wie schlussendlich Pädagoginnen und Pädagogen mit ihren Schülern auch medial in Verbindung treten können, muss nun vom zuständigen Ministerium überprüft werden. Ein Vorschlag der LINKEN wäre eine Dienst-E-Mail, wie sie bereits in anderen Arbeitsverhältnissen Alltag ist. Diese könnte z.B. an die Domain der staatlichen Schulämter angebunden werden und lehrername@schulamt.thueringen.de heißen", so Dirk Möller abschließend.