18. November 2013

Nicht viel Neues im Hochschulpapier

Mit dem heute vorgestellten Papier zur strategischen Entwicklung der Thüringer Hochschulen unter dem Titel Stärkung der Hochschulautonomie "überlässt es Herr Minister Matschie den Hochschulen selbst, die angekündigten 300 Stellen zum Streichen zu finden bzw. in eine Drittmittelfinanzierung zu überführen", kommentiert die Sprecherin für Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiepolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Dr. Karin Kaschuba, die Pressekonferenz zur Hochschulstrategie Thüringen 2020.

"Damit ist auch beim besten Willen kein stringentes Konzept für eine Thüringer Hochschulentwicklung zu erkennen", so die Abgeordnete weiter. In den entsprechenden Debatten im zuständigen Landtagsausschuss sei der Minister von seinem Staatssekretär vertreten worden. "Das ist außerordentlich bedauerlich", sagt Susanne Hennig-Wellsow, bildungspolitische Sprecherin und zuständig für Studierendenfragen in der Landtagsfraktion. "Hätte sich der Herr Minister an den Debatten beteiligt, so wären eventuell sogar Anregungen von den Ausschussmitgliedern in das Papier eingeflossen."

So jedoch können beide Abgeordneten der Linksfraktion nur festhalten, "dass das Konzept im Kern nichts Neues enthält, außer Stellenkürzungen und einigen wenigen Eckpunkten für die Lehrerbildung". Als einen weiteren Mangel des vorliegenden Papiers bezeichnet Frau Dr. Kaschuba die fehlenden Angebote, wie sich die Thüringer Forschungslandschaft profilieren und vernetzen kann. "Um in Thüringen eine Spitzenforschung schaffen zu können, bedarf es weiter gefasster Rahmen als es uns dieses Konzept weis machen will", so die Abgeordnete abschließend.