8. November 2013

Kubitzki fordert verbesserte Krankenhaushygiene

"Die Ausbreitung multiresistenter Bakterien an der Universitätsklinik Leipzig bestätigt wieder, dass allein rechtliche Regelungen nicht ausreichen, um die Maßnahmen zur Krankenhaushygiene auch in Thüringer Krankenhäusern wirksam umzusetzen", kritisiert Jörg Kubitzki, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag. Die Klinik in Leipzig habe mitgeteilt, dass auf deren Frühgeborenen-Station bei 17 Babys multiresistente Bakterien festgestellt worden, die von außen ins Klinikum mitgebracht worden seien.

Kubitzki weiter: "Trotz der Einführung der Thüringer Hygieneverordnung im Sommer letzten Jahres gibt es immer wieder Probleme, da bisher in den Krankenhäusern nicht genügend Hygienefachkräfte vorhanden sind. Hier muss die Landesregierung zum einen die Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte, aber auch die Qualifizierung von Ärzten zu Krankenhaushygienikern weiter vorantreiben. Andererseits ist die Landesregierung aufgefordert, auch die entsprechenden finanziellen Mittel für die Umsetzung der Maßnahmen der Hygieneverordnung im Rahmen der künftigen Krankenhausfinanzierung zur Verfügung zu stellen."

Ein weiterer Grund, warum multiresistente Keime ausbrechen und sich verbreiten können, liege daran, dass diese Keime von außen in das Krankenhaus mitgebracht werden. "Auch die Besucher von Patienten müssen künftig auf einen anderen Umgang vorbereitet und in die Hygienemaßnahmen einbezogen werden", fordert der Politiker abschließend.