6. November 2013

Streichkonzert oder Hochschulentwicklung top down?

"Schade, dass das einstige Mitglied des Neuen Forums, Christoph Matschie, so wenig Wert auf die demokratische Meinungsbildung des Parlamentes in Bezug auf die Entwicklung an den Hochschulen legt", kommentiert die Sprecherin für Wissenschaftspolitik im Thüringer Landtag, Dr. Karin Kaschuba.
Seit Monaten diskutiere der Thüringer Landtag über die Hochschulentwicklungsplanung und dies in seltener Einigkeit. "Bisher sperrte sich nur das Ministerium, wenn auch auf grazile Weise", so Frau Dr. Kaschuba. Im Dezember sollte dem Parlament eine Strukturentwicklungsplanung vorgelegt werden. Derweil scheint die Messe bereits gelesen zu sein. Vorreiter sei die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die in nächster Zeit einen Beschluss zur Stellenstreichung fassen wird. Andere werden folgen. "Verursacher ist das Ministerium, das Kraft seiner Wassersuppe an Hand von Einzelplänen Hochschulentwicklung betreibt und Pflöcke einschlägt. Dies jedoch alles am Parlament vorbei", kritisiert die Abgeordnete.
Extrem bedauerlich sei dieser Vorgang für Studierende, Studienangebote werden eingeschränkt und damit auch die Bildung.