7. November 2013

Zum 9. November: Menschenverachtende Ideologien nie wieder zulassen

Aus Anlass des 75. Jahrestages der Pogrome gegen Jüdinnen und Juden, gegen Synagogen, Geschäfte und Wohnungen  am 9. November 1938 Deutschland erklärt der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow:

"Der 9. November ist vor allem ein Tag des Gedenkens und Erinnerns an die während der Zeit des deutschen Nationalsozialismus ermordeten Millionen Jüdinnen und Juden. Die Pogrome im Jahr 1938 waren der Beginn des Holocausts, dem verbrecherischsten Kapitel deutscher Geschichte. Der 9. November ist ein Tag der Mahnung, der uns in die Verantwortung nimmt, nie wieder zuzulassen, dass menschenverachtende Ideologien schleichend Raum in unserer Gesellschaft Platz finden", betont der LINKE-Politiker.

In höchstem Maße alarmierend seien die rassistischen Aufmärsche in Schneeberg oder in Greiz, die Stimmung in Beichlingen und anderen Orten, wo Neonazis schwierige Situationen nutzen, Ängste instrumentalisieren und teilweise unterstützt von Einwohnern gegen Flüchtlinge mobilisieren.  "Dies muss aufschrecken und zum Aufstehen für Menschlichkeit und Vielfalt statt brauner Einfalt führen", fordert Ramelow und unterstreicht: "Die Geschichte lehrt uns, wie schnell aus einer menschenfeindlichen Ideologie ein verbrecherisches System werden kann, dem eine Mehrheit erst still und später unverhohlen zujubelt."

Bodo Ramelow wird am morgigen 8. November auf der Gedenkveranstaltung der Jüdischen Landesgemeinde auf dem Jüdischen Friedhof in Erfurt sprechen.

An der Gedenkveranstaltung am Nachmittag in Weimar wird die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Margit Jung, teilnehmen.