13. September 2013

Fusion privater Klinikbetreiber schadet vor allem kommunalen Kliniken

"Die beabsichtigte Fusion der Rhön-Klinikum AG mit dem Helios Konzern ist ein Ausdruck dafür, dass die Gesundheit und die Krankenhausversorgung zur Ware geworden sind", kritisiert Jörg Kubitzki, Gesundheitspolitiker der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag. Nach der Übernahme von 43 Kliniken der Rhön-Klinikum AG, darunter Krankenhäuser in Friedrichroda, Meiningen und Hildburghausen, werde Helios der größte private Klinikbetreiber in Europa. In Deutschland betreibe Helios dann als erster Anbieter ein flächendeckendes Kliniknetz und könne somit sein Vorhaben verwirklichen, Angebote einzuführen, wie eine private Zusatzversicherung für gesetzlich Versicherte.

"Damit steht im Gesundheitswesen nicht mehr der Patient im Vordergrund, sondern nur noch die Profitmaximierung. Wenn der neue Großkonzern den Krankenhausmarkt beherrschen wird, haben darunter in Thüringen vor allem die kleinen Krankenhäuser und Kliniken in kommunaler Trägerschaft zu leiden", sagt der LINKE-Abgeordnete.

DIE LINKE fordert eine bedarfsgerechte und solide Krankenhausfinanzierung, bei der der Bund in Verantwortung ist. "Bei der Krankenhausfinanzierung muss das System der Fallpauschalen (DRGs) verändert werden. Es muss künftig gewährleistet werden, dass nicht die Anzahl der Operationen in einem Krankenhaus, sondern die Heilung des Patienten im Vordergrund steht", verlangt Kubitzki abschließend.