20. März 2014

Equal Pay Day: Um-fair-teilen vor dem Landtag

Immer noch verdienen Frauen bundesweit 22 Prozent weniger als Männer und müssen 80 Tage länger arbeiten, um auf die gleiche Lohnsumme zu kommen. Im öffentlichen Dienst liegt der Lohnunterschied bei sechs Prozent, in der Privatwirtschaft beträgt die Differenz 24 Prozent. Besonders groß werden die Unterschiede, wenn die Karriereleiter, der Bildungsabschluss und das Alter ansteigen.

"Damit wollen wir uns nicht damit abfinden", sagt Karola Stange, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag. "Wir brauchen neben gerechten Lohneinstufungen für gleichwertige Arbeiten auch ein Verbandsklagerecht, um vielfach missachtete Ansprüche umfassend durchzusetzen."

"Wir schließen uns auch der Forderung des Deutschen Juristinnenbundes an", sagt Karola Stange. Dieser verlangt ein Gesetz zur Durchsetzung von Entgeltgleichheit in Tarifverträgen und betrieblichen Entgeltsystemen, da die selbstverantwortliche Prüfung der Entlohnung durch Unternehmen und Tarifvertragsparteien bislang zu keiner Änderung der Entlohnung geführt habe.

Anlässlich des diesjährigen Equal Pay Days am morgigen 21. März beteiligt sich die Fraktion DIE LINKE an der Aktion des Landesfrauenrats ab 8.30 Uhr vor dem Thüringer Landtag. Männer werden Geldsäcke an Frauen übergeben, um zu verdeutlichen, dass genügend Geld da ist, es allerdings von den Männern zu den Frauen um-fair-teilt werden muss.