21. März 2014

Kein Sparwahn im Schulbereich

"Sie schaden Thüringen mit Ihrem Sparwahn im Schulbereich, Herr Voß", mit diesen Worten reagiert Susanne Hennig, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, auf die Kritik des Finanzministers, das Land würde einen Lehrerüberhang von 2300 Stellen haben.

"Wir haben bereits jetzt einen Unterrichtsausfall von über 10 Prozent", moniert die LINKE-Bildungspolitikerin und verweist auf Zahlen, die die Landesschülervertretung erhoben hat. "Diese Fakten belegen, dass wir jede frei werdende Stelle auch wieder besetzen müssen."

Dass der Finanzminister jetzt von einem Lehrerüberhang spricht, sei "unverantwortlich und zeugt von fehlendem Verständnis für die Problemlagen vor Ort", resümiert Hennig.

Zur CDU-Forderung nach Ruhe, Frieden und Stetigkeit an den Schulen, erklärt die LINKE-Bildungsexpertin: "Die CDU weiß, dass ihre rückständige Vorstellung von Bildung in der Bevölkerung nicht mehrheitsfähig ist. Daher will sie mit ihrem Gerede um einen dubiosen Schulfrieden die politische Diskussion um die beste Bildung für Kinder abwürgen. Längeres gemeinsames Lernen, Neueinstellungen von Lehrern und die Bereitstellung von Mitteln für überfällige Sanierungen von Schulen werden gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung von der CDU weiterhin blockiert. Das Festschreiben von Stagnation und sozialer Auslese in der Zukunftsfrage Bildung ist mit der LINKEN nicht zu machen."