21. März 2014

Stressfaktor Sonn- und Feiertagsarbeit zurückdrängen

Anlässlich der heute beginnenden Thüringer Arbeitszeitkonferenz, organisiert von der Allianz für den freien Sonntag, wünscht Ina Leukefeld, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, viel Erfolg und sendet solidarische Grüße an die Tagenden: "DIE LINKE im Thüringer Landtag steht klar hinter der Forderung nach einem arbeitsfreien Sonntag. Der Sonntag ist für viele Familien und Arbeitende inzwischen der einzige Tag in der Woche, an dem gemeinsame Aktivitäten und Erholung organisiert werden können. Dieser darf nicht auch noch einem vermeintlichen Marktinteresse geopfert werden."

Schon im vergangenen Sommer hatte die Fraktion eine Initiative gestartet, um den Arbeits- und Gesundheitsschutz in Thüringen zu verbessern. Ein zentraler Bestandteil war schon damals die Forderung nach einer Anti-Stress-Verordnung und einer Wiederherstellung des Kriterienkatalogs zur Zulässigkeit von Sonn- und Feiertagsarbeit, welcher 2012 durch das Sozialministerium aufgeweicht worden war. "Die Gestaltung von Arbeitszeiten spielt heute in der Arbeitswelt eine immer größere Rolle. Stress und psychische Erkrankungen haben durch ständige Erreichbarkeit, Überstunden, Zeitdruck und Leistungsverdichtung überdurchschnittlich zugenommen. Dem muss entgegengewirkt werden. Es ist mir völlig unverständlich, warum bewährte Bestimmungen ausgehebelt wurden", so die LINKE-Abgeordnete.

Selbstverständlich müssten die Gewerkschaften wieder zu Sonn- und Feiertagsarbeit befragt werden und ihre Stellungnahme vorab abgeben können. "Thüringen hat ohnehin schon die längsten Arbeitszeiten und Sonntagsarbeit darf keine Selbstverständlichkeit werden. Wir verlangen die sofortige Rückkehr zu den Regelungen vor der Novellierung 2012. Strategisch brauchen wir jedoch auch wieder eine Debatte zur Verkürzung der Wochen- und Lebensarbeitszeiten, um den produktiven Fortschritt gerechter zu verteilen", fordert die Arbeitsmarktpolitikerin.