19. März 2014

Nahverkehrsbeschäftigte sind keine Kostentreiber

Mit Warnstreiks haben heute die Mitarbeiter der Nahverkehrsbetriebe in einigen Thüringer Städten, z.B. in Jena und Erfurt, auf ihre berechtigten Forderungen nach mehr Lohn aufmerksam gemacht. "Es ist schon ein Skandal, wenn die Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes bislang kein Verhandlungsangebot gemacht haben. Damit zeigen sie neben ihrer ablehnenden Haltung zu den Lohnforderungen ihrer Beschäftigten auch eine Sichtweise, die Mitarbeiter vorrangig als Kostenfaktoren begreift", erklärt Dr. Gudrun Lukin, Sprecherin für Verkehrspolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

Ausgeblendet werde völlig, dass gerade die Angestellten der Verkehrsbetriebe neben einer großen Einsatzbereitschaft oft Schichtdienste und bei Baumaßnahmen und zunehmender Verkehrsdichte mehr Verantwortung übernehmen müssen. Dazu komme, dass auch die kommunalen Aufgabenträger zukünftig mehr Initiative bei der Ausbildung und Gewinnung von Fachkräften aufbringen müssten. "Neben einem sicheren Arbeitsplatz gehört dazu auch ein auskömmliches Gehalt", betont Frau Dr. Lukin.