5. März 2014

Unfallursachen müssen genauer hinterfragt werden

Trotz der insgesamt positiven Bilanz zu den Unfallzahlen in Thüringen 2013 dürfe nach Auffassung der LINKEN im Thüringer Landtag nicht darüber hinweggesehen werden, dass die Möglichkeit, bei einem Verkehrsunfall zu sterben, in Thüringen nach Brandenburg am höchsten ist. Die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Dr. Gudrun Lukin, fordert eine konsequente Ermittlung der Ursachen und mehr Mittel für Verkehrserziehung und Schulung.

Die Analyse der Todesrate bei Unfällen müsse frei von Schnellschüssen vorgenommen werden. Man müsse genauer hinterfragen, ob es nur an verkehrsunsicheren Straßen liegt oder welchen Anteil fehlende Geschwindigkeitsbegrenzungen, die Länge der Rettungswege, mangelnde Kenntnisse der Ersten Hilfe und das Verhalten der Unfallbeteiligten haben.

"Wenn die Hauptunfallursache nach wie vor unangepasste Geschwindigkeit ist, dann muss die Zahl von Kontrollen durch die Polizei auch weiterhin hoch sein", sagt Dr. Lukin. Ebenso notwendig seien die Betrachtung der zweiten Hauptunfallursache, der Nichtbeachtung der Vorfahrt sowie der Tatsache, dass 67,7 Prozent der Unfälle innerhalb  von Ortschaften stattfinden. Hier sollte der Schulung von Verkehrsteilnehmern und der Arbeit der örtlichen Kommissionen zur Untersuchung von Unfallschwerpunkten noch mehr Beachtung geschenkt werden.  

"Jeder Euro mehr, der in die Verkehrserziehung an den Schulen, der ehrenamtlichen Tätigkeit der Verkehrswachten und Jugendverkehrsschulen gesteckt wird, ist gut angelegtes Kapital für die Vermeidung von Verkehrsunfällen", so die Abgeordnete.