13. November 2014

Gespräch mit Vertreter des Waldbesitzerverbandes Thüringen

Der Waldbesitzerverband für Thüringen e.V. hatte zu den laufenden Koalitionsverhandlungen eine Stellungnahme an die Verhandlungsführer/Fraktionsvorsitzenden der verhandelnden Parteien versandt und darin die eigene Position dargestellt und Bedenken zu einigen geplanten Maßnahmen geäußert.  Kurzfristig konnte für heute ein Gesprächstermin vereinbart werden, den für den Waldbesitzerverband das Mitglied des Präsidiums Uwe Szpöt wahrnahm.

In dem Gespräch zeigte sich Herr Ramelow sehr offen für einen direkten Dialog. Bis ins Detail informiert über bestehende und zukünftige Probleme warb er für pragmatische Lösungsansätze. Auf die Sorgen der Waldbesitzer bzgl. der Enteignung privater Grundstücke zugunsten des Naturschutz antwortete er: „Ich sehe dafür keinerlei Notwendigkeit. Das einzige Grundstück, das in Thüringen enteignet gehört, ist das Schloss Reinhardbrunn.“

Weitere Themenfelder waren die Möglichkeit für Windkraft im Wald und die Mobilisierung derzeit nicht bewirtschafteter, privater Waldflächen. Hier bestand Einigkeit, dass dies Maßnahmen sind, die der Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe dienen. Herr Ramelow stellte nochmals klar, dass er „Thüringenforst“ als Anstalt öffentlichen Rechts mit den dazugehörenden Strukturen als Betrieb ansieht, der auch Gewinne abwerfen muss und er hier keinen Bedarf für Veränderungen sieht.  „Wald ist für Herrn Ramelow Chefsache, so mein Eindruck,“ berichtete Uwe Szpöt. Dem Wunsch von Herrn Ramelow, die Gespräche fortzuführen, wird der Verband gern nachkommen.

Presseinformation von Uwe Szpöt, Vorstand Waldbesitzerverband für Thüringen e.V.