15. September 2014

Alternative Kalilaugen-Aufbereitung jetzt ernsthaft prüfen

Der auf Beschluss der Landtage Hessen und Thüringen eingerichtete Runde Tisch zur Werraversalzung hat heute ein Gutachten vorgestellt, wonach die Nordseepipeline unwirtschaftlich ist. „Damit entfällt die letzte Alternative, die der Runde Tisch gesehen hat“, erklärt der umweltpolitische Sprecher der Linksfraktion im Thüringer Landtag Tilo Kummer.

Der Abgeordnete befürchtet, dass man „das als Grund nehmen wird, um weniger hohe Umweltziele für die Werra im Rahmen der aktuellen Erstellung der Bewirtschaftungspläne festzulegen. Das würde eine Versalzung der Werra auch über die von der EU gesetzten verlängerten Fristen hinaus, also über das Jahr 2027 hinaus, bedeuten, und es besteht die akute Gefahr, dass der Antrag von K+S auf weitere Versenkung von Kali-Laugen genehmigt wird“. Tilo Kummer warnt vor den Folgen, also der weiteren Versalzung der Werra-Aue und dem wahrscheinlichen Aus für die Trinkwassergewinnung in Gerstungen, und fordert einen Stopp dieser weiteren Versenkung.

„Die LINKE fordert außerdem, dass man sich jetzt ernsthaft dem alternativen Aufbereitungskonzept, das die Thüringer Firma K-UTEC vorgeschlagen hat, zuwendet. Es muss geprüft werden, mit welchen Mitteln der Wirtschaftsförderung die notwendigen Vorbereitungen für eine solche Abwasseraufbereitung unterstützt werden können“, so Kummer abschließend.