29. Januar 2016

Ganztagsschule in einheitlicher Landesträgerschaft sichert gute Arbeits- und Lernbedingungen für alle

Nach der Ablehnung eines Antrages der CDU-Fraktion, mit dem sie die Kommunalisierung eines Teils der Horte durchsetzen wollte, im heutigen Landtagsplenum, erklärt der bildungspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE Torsten Wolf:

„Nach acht Jahren endet der Schulversuch zur Kommunalisierung der Horte zum Ende dieses Schuljahres. Die Studie des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) belegt, dass beide Hortmodelle, Land und Kommune, zur Weiterentwicklung der Grund- und Gemeinschaftsschulen zu Ganztagsschulen beigetragen haben. Das ist vor allem ein Verdienst der Erzieherinnen und Erzieher, der Lehrerinnen und Lehrer, der Schulleitungen und Hortkoordinatoren. Die Fraktion DIE LINKE begrüßt ausdrücklich, dass mit der Rücknahme der Horte durch das Land Planungssicherheit für alle geschaffen wurde.

Zu Fragen, die die Beschäftigungsumfänge, zusätzliche Angebote oder die Beibehaltung der Hortkoordinatoren betreffen, werden jetzt Lösungen vorbereitet und den Kommunalbeschäftigten entsprechende Angebote unterbreitet. Dieser nun eingeleitete Prozess, an dessen Ende alle Erzieherinnen und Erzieher nach den gleichen Standards tätig sind und bezahlt werden, ermöglicht die Gestaltung einer Ganztagsschule aus einer Hand an jeder Grund- und Gemeinschaftsschule. Er bringt ein Ende des bildungs- und tarifpolitischen Flickenteppichs und einen Übergang zu unbefristeten Arbeitsverträgen an allen Horten. Deswegen ist und bleibt dies die richtige Entscheidung."