2. Februar 2017

Ein starker Auftritt für starke Verhandlungspartner

Zu den heutigen Warnstreiks anlässlich der Verhandlungen der Tarifbeschäftigten der Länder (TV L), zu denen u.a. die GEW Thüringen, ver.di, die GdP, die IG BAU und der tbb aufgerufen haben, wünscht Rainer Kräuter, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, den Beschäftigten und Vertreterinnen und Vertretern der Gewerkschaften „einen starken Auftritt in Erfurt. Nicht nur die Arbeitgeber müssen spüren, welche Kraft die Gewerkschaften und die Beschäftigten haben. Auch die Nutznießer eines ordentlich ausgestatteten öffentlichen Dienstes dürfen merken, welch großartige Arbeit viele Beschäftigte leisten und was der Gesellschaft fehlt, wenn sie ihre Arbeit mal einstellen“.

Von Seiten der Beschäftigten werden aktuell u.a. sechs Prozent mehr Lohn gefordert. Auch die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung der Verhandlungsergebnisse auf die Beamtinnen und Beamten und die Beendigung viel zu vieler Befristungen sind im Forderungskatalog enthalten. Der Gewerkschaftspolitiker kommentiert: „Meine Partei stellt schon seit Jahren – bis auf das konkrete Lohnplus – ähnliche Forderungen, bspw. mit der Kampagne ‚Leiharbeit und Befristung stoppen‘. Seit der Wende fordern wir die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung der Tarifverhandlungsergebnisse auf die Beamtinnen und Beamten. Also werden wir uns im Thüringer Landtag dafür einsetzen, dass Befristungen im öffentlichen Dienst des Landes zur Ausnahme werden und dass das Ergebnis der Verhandlungen zeit- und inhaltsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen wird.“

Christian Schaft, hochschulpolitischer Sprecher der Linksfraktion, ergänzt: „Neben Maßnahmen zur Zurückdrängung des Befristungsunwesens ist es notwendig, sich weiter für einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte stark zu machen, zu dem auch wir uns im Koalitionsvertrag bekennen.“ Dazu müsse die Tarifgemeinschaft der Länder ihren Widerstand aufgeben, um den Abschluss eines solchen Vertrages möglich zu machen. „Zudem muss auch die Situation der Lehrbeauftragten verbessert werden, indem die Mindestvergütung angehoben wird und endlich auch die Vor- und Nachbereitungszeiten mitvergütet werden", so Schaft weiter.

Abschließend solidarisieren sich beide Politiker mit den Gewerkschaften. Sie werden sich persönlich an den Warnstreiks beteiligen und hoffen, dass im Zuge der Verhandlungen viele neue Mitglieder in die organisierte Arbeitnehmervertretung eintreten – so, wie während der vorangegangenen Verhandlungen.