30. Juni 2011

Ina Leukefeld: Langzeitarbeitslose gleichberechtigt fördern

„Immer mehr Langzeitarbeitslose sind vom Arbeitsmarkt abgehängt und können nicht vom Wirtschaftsaufschwung profitieren“, relativiert Ina Leukefeld die verkündeten Rekordzahlen auf dem Juni-Arbeitsmarkt.

„Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass Statistiken den wahren Zustand des Thüringer Arbeitsmarktes nicht korrekt widerspiegeln, denn nach wie vor bleiben rund 69.000 Menschen im Freistaat im Leistungsbezug des Sozialgesetzbuchs II, also sogenannte Hartz-IV-Empfänger“, erläutert die  Arbeitsmarktpolitikerin der LINKEN.

Ihr Anteil an den registrierten Arbeitslosen in Thüringen sei gegenüber dem Vorjahr erneut angestiegen – von Juni 2010 bis Juni 2011 von 66,9 Prozent auf nunmehr 69,7 Prozent.

Die Arbeitsmarktexpertin fordert die Landesregierung auf, unverzüglich gegen die auf Bundesebene für 2012 vorgesehene Reform der Arbeitsmarktinstrumente zu intervenieren. Es müsste mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten darauf Einfluss genommen werden, dass diese Reform auf nachhaltige Wirkung, die sich am tatsächlichen Bedarf der Betroffenen orientiert, ausgerichtet werde. „Dazu gehört auch, dass Leistungsberechtigte nach dem SGB II gleichberechtigten Zugang zu Beratung, Vermittlung und arbeitsmarktpolitischer Förderung erhalten“, fordert die LINKE Politikerin.

 

„Es kommt darauf an, dass verlässliche und dauerhafte Rahmenbedingungen für eine gute öffentliche Beschäftigung geschaffen werden, die sich an den Kriterien Existenz sichernde Entlohnung, Sozialversicherungspflichtigkeit, Freiwilligkeit und weitgehende Nichtbefristung orientieren“, betont die Arbeitsmarktpolitikerin und kündigt einen entsprechenden Antrag für die Landtagssitzung in der nächsten Woche an. „Wir wollen, dass Integration in Arbeit mit Unterstützung öffentlicher Mittel zwingend dazu führt, aus der ‚Hartz-IV-Falle’ heraus zu kommen“, so Ina Leukefeld abschließend.

Quelle: http://archiv.die-linke-thueringen.de/nc/aktuell/nachrichten/detail/artikel/ina-leukefeld-langzeitarbeitslose-gleichberechtigt-foerdern/