1. Oktober 2004 Knut Korschewsky

Einheit vollenden statt Jubelfeier

Die großangelegten Feierlichkeiten zum „Tag der deutschen Einheit“ in Erfurt bezeichnete der PDS-Landesgeschäftsführer Knut Korschewsky als das falsche Signal in Zeiten, in denen tiefe Einschnitte in das Sozialsystem durchgeführt werden und den Menschen unverantwortlich viel abverlangt wird.

Viel notwendiger sei es, Schritte einzuleiten, um die deutsche Einheit im Leben zu vollenden und nicht nur in den Festreden der Regierungspolitiker. So sei es nach wie vor nicht nachvollziehbar, warum selbst beim dem geringen Arbeitslosengeld II eine Unterscheidung in Ost und West gemacht werde.
15 Jahre nach dem Fall der Mauer sei selbige in den Köpfen vieler Politiker und Top-Manager wohl immer noch vorhanden.
Bedauerlich sei, so Korschewsky, dass diese Aspekte wohl auch in diesem Jahr keine Rolle spielen werden.
Die PDS unterstützt aus diesem Grund vor allem die Initiativen, die am „Tag der deutschen Einheit“ in Erfurt, im Studentenklub „Engelsburg“ und in der Allerheiligenstraße den „Tag der Einheit der Menschen“ begehen. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltungen stehen die Menschen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Nationalität oder sozialer Stellung. Initiativen und Vereine stellen ihre Arbeit vor und diskutieren wie Menschen besser zusammenfinden können. Die Veranstaltungen beginnen um 12.00 Uhr.

f.d.R. Jürgen Spilling