23. August 2005

Arbeitsbesuch in der LVA Thüringen

Am heutigen Dienstag, dem 23.08.05 besuchten der Landesvorsitzende und die Direktkandidaten der Linkspartei.PDS Thüringen für die Bundestagswahl die Landesversicherungsanstalt Thüringen.
Ziel war es, sich im Gespräch mit Dr. Wolfgang Kohl, Geschäftsführer der LVA Thüringen,über die Lage der Rentenversicherung in Deutschland zu informieren.

Als weiteres Thema wurden aktuelle Fragen der Fusion der LVA und der BfA sowie der LVA’en Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt diskutiert. Es wurde begrüßt, dass die letzten Hindernisse auf dem Weg der Fusion, die auch durch die Selbstverwaltungsgremien der LVA unterstützt wird, beseitigt wurden und diese nun zum 30. September 2005 stattfindet. Als besonders wichtig wurde von den VertreterInnen der Linkspartei.PDS hervorgehoben, dass die Interessen Thüringens bei dieser Fusion gewahrt werden. Frank Spieth betonte, dass wir erfreut darüber sind, dass das in Thüringen entwickelte Konzept der regionalen und bürgernahen Rentenbearbeitung beibehalten auch in Zukunft beibehalten wird.

Es wurde darüber diskutiert,welche Wege gangbar sind, um die Situation , dass es immer weniger Beitragszahler und immer mehr Rentner gibt, zu entspannen. Einigkeit herrschte darüber, dass das beitragsfinanzierte Modell der Rentenversicherung, das sicherste und berechenbarste Modell der Altererversorgung ist, welches es geben kann.

Beide Seiten kritisierten, dass der gesellschaftliche Grundkonsens zur beitragsfinanzierten Rentenversicherung in den letzten Jahren zerbrochen ist. Gleichzeitig würden mehr und mehr Konzepte diskutiert die diese Art der Altersvorsorge grundsätzlich in Frage stellen. Damit werde eine wichtige Säule des Sozialstaates in Frage gestellt, so die Politiker der Linkspartei.PDS. Dieter Hausold, Vorsitzender der Linkspartei.PDS Thüringen, machte deutlich, dass ein Weg zur Verbesserung der Situation der Rentenversicherung die Erhöhung der Beitragseinnahmen durch die Erweiterung der Beitragszahler ist. Darüber hinaus muss die gesellschaftliche Situation so verändert werden, dass die Geburtenquote wieder steigt und damit die Rente auch in der Zukunft als beitragsfinanziertes Modell existieren kann.