8. März 2006 Katrin Christ

Thüringer Landesspitze der Linkspartei enttäuscht vom Ergebnis der Urabstimmung der Berliner WASG

Der Landesvorsitzende der Linkspartei. PDS in Thüringen, Knut Korschewsky, äußerte sich zum Ausgang der Urabstimmung der Berliner WASG enttäuscht. "Das Ergebnis ist Ausdruck einer tiefen Gespaltenheit in einigen WASG Landesverbänden, so Korschewsky. Bedauerlich ist, dass bei einer so zukunftsträchtigen Entscheidung für Wählerinnen und Wähler noch nicht einmal 70 % der Berliner WASG Mitglieder teilnehmen." Dieses dann äußerst knapp ausgefallene Ergebnis, bei dem noch nicht einmal die Hälfte der abgegebenen Stimmen für einen selbständigen Wahlantritt votierten, zeige aber auch, dass die inhaltlichen Diskussionen zwischen Mitgliedern der Linkspartei und der WASG sehr schnell weiter voran gebracht werden müssen, um noch bestehende inhaltliche Differenzen zügig auszudiskutieren und die eigenen Mitglieder nicht noch weiter zu verunsichern.

Der Landesparteitag der Linkspartei.PDS Thüringen am vergangenen Wochenende in Eisenberg habe deutlich gezeigt, dass in Thüringen der Prozess der Parteibildung von Linkspartei und WASG gut voran gekommen ist und nicht mehr aufzuhalten sei, so Korschewsky weiter. "Trotz dieses aus meiner Sicht rückwärts gewandten Signals bin ich sicher, dass die Bildung einer gesamtdeutsch wirkenden linken Partei aus Linkspartei.PDS und WASG zum Erfolg geführt werden wird", so Korschewsky abschließend.

f.d.R. Katrin Christ