16. Januar 2007 Knut Korschewsky

Politik der Endsolidarisierung schadet der Kultur im Land

Auf die Taktik des Kultusministeriums, den breiten Protest gegen den Kulturkahlschlag im Land Thüringen durch die Unterzeichnung der Verträge mit jenen, die von den Kürzungen nicht oder nur im geringen Umfang betroffen sind, abzuwürgen, reagierte der Vorsitzende der Linkspartei.PDS, Knut Korschewsky empört: „Diese Taktik fügt nicht nur der Kulturlandschaft in Thüringen großen Schaden zu, sondern führt auch zu einem weiteren Verfall der politischen Kultur“ so Korschewsky. Die Methode von Zuckerbrot und Peitsche ist nicht dazu angetan, die Probleme des Landes zu lösen und schon gar nicht im Kulturbereich.

Um Kultur und Kunst auch zukünftig breit entwickeln zu können, gehört es dazu, den Kulturschaffenden Bedingungen zu schaffen, die Planungssicherheit und zukunfts-orientiertes Arbeiten ermöglichen.

Die Taktik der Entsolidarisierung versperrt den Weg für die Diskussion von etwaigen, zukünftigen Fusionsmodellen, weil statt Vertrauen zu entwickeln, Misstrauen zwischen den Einrichtungen gesät und der Blick auf den eigenen Vorteil gerichtet wird. Damit leistet Minister Göbel keinen Beitrag zur Erhaltung und Entwicklung der Kulturlandschaft in Thüringen sondern fördert deren Zerschlagung, so Korschewsky abschließend.

f.d.R. Jürgen Spilling