2. Juni 2008 Bodo Ramelow

Aktionen der Milchbauern finden unsere volle Solidarität

Die Tatsache, dass die Milchverarbeiter und die Handelsketten bisher zu keinen Gesprächen bereit waren, um den Milchproduzenten Preise zu zahlen, von denen diese leben können und die den gestiegenen Aufwendungen Rechnung tragen führt dazu, dass Maßnahmen der friedlichen Blockade und des öffentlichen Protestes notwendig und gerechtfertigt sind.

Dabei gehe es letztlich nicht nur um die Interessen der Bauern sondern auch um die Interessen der Verbraucher, die dem Preisdiktat der großen Handelsketten unterliegen, so Bodo Ramelow.

Für uns ist es kaum vorstellbar, was es für einen Bauern bedeutet, wenn er die Milch, die eines der gesündesten und hochwertigsten Lebensmittel ist, vernichten muss nur um die Gegenseite an den Verhandlungstisch zu zwingen. Hier muss man ohne Wenn und Aber von einer Verzweiflungstat sprechen, so Bodo Ramelow. Klar ist jedoch, dass Menschen, die von der Produktion und dem Verkauf dieser Milch leben wollen, dies nicht leichtfertig vernichten.

Besonders kritisierten die beiden Politiker, dass die Handelsketten für Milch, die im europäischen Ausland eingekauft wird, mehr bezahlen wie sie den einheimischen Bauern zugestehen wollen.

Abschließend betonte Bodo Ramelow, dass eingedenk der explodierenden Preise für die Lebenshaltung durchaus darüber nachgedacht werden müsse, wie jeder Mensch seine Grundbedürfnisse nach Essen, Trinken, Wohnen und Kleidung noch befriedigen kann.

Für uns heißt fairer Milchpreis auch faire Verhältnisse in Deutschland.