2. Mai 2008 Bodo Ramelow

Krause immer undurchsichtiger statt klarer

Nach dem immer mehr über die publizistische Tätigkeit von Herrn Krause bekannt und klar wird, dass er in einer ganzen Reihe von Blättern der „Neuen Rechten“ Texte veröffentlicht hat, wird immer undurchsichtiger, in welchem braunen Sumpf sich Herr Kraus geistig bewegt. Offensichtlich ist jedenfalls, dass die Zahl der Blätter, in denen er veröffentlicht hat, größer ist als bisher angenommen.

Noch schwerer wiegt aus meiner Sicht, so Bodo Ramelow, dass Herr Krause auch in Interviews mit Zeitungen und Fernsehen nichts dazu beiträgt, Klarheit über seine Positionen zu schaffen. Klar ist nur, so Ramelow, dass ein Mann, dem keine klare Distanzierung von den Verbrechen des Holocaust über die Lippen geht und der die Beteiligten am Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 als Mittäter bezeichnet, als Kultusminister völlig ungeeignet ist. Auch wegen seiner unklaren Haltung zu den Fragen der Schuld in der deutschen Vergangenheit, die er in Interviews vertritt und wegen der offensichtlich fehlenden Fähigkeit seine Position klar und allgemein verständlich zu vermitteln. Der zukünftige Verantwortliche für die Gedenkstättenarbeit in Thüringen, sollte das aber in jedem Fall können.

Das starre Festhalten des Ministerpräsidenten an seiner Fehlbesetzung erinnert fatal an längst vergangen geglaubte Zeiten. Offensichtlich hat die CDU Thüringen auch auf diesem Gebiet noch viel zu tun. Vielleicht sollten am 8. Mai aus Protest für solche Betrachtungsweisen die nach dem Hitlerattentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg benannten Straßenschilder schwarz verhängt werden.