6. August 2009 Bodo Ramelow

Thüringen soll das modernste Energieland Deutschlands werden

Bodo Ramelow, Ministerpräsidentenkandidat der Thüringer LINKEN und der Energieexperte Wilfried Telkämper, Mitglied in Ramelows Kompetenzteam, haben heute in Erfurt den "Masterplan für eine Energiewende in Thüringen" vorgestellt.

"Wir wollen mit der Übernahme der Regierungsverantwortung Thüringen zum modernsten Energieland Deutschlands machen", sagt Ramelow heute auf einer Pressekonferenz in Erfurt. "Wir werden Ökonomie und Ökologie zukunftsorientiert verbinden.“ Telkämper ergänzte: „Der Schlüssel zur Umsteuerung ist Energieeffizienz und Dezentralisierung."

Ziel ist, die Energieversorgung in Thüringen bis zum Jahr 2030 so umzubauen, dass Sonne, Wind, Wasser und Biomasse - verbunden mit den immensen Einsparpotentialen - den Energiebedarf Thüringens decken können.

Der "Masterplan" beinhalte ein dreidimensionales Maßnahmenpaket:

1. Aufbau einer Energiewirtschaft auf Basis erneuerbarer Energieträger
2. Ein "Großes Energieeinsparkraftwerk Thüringen 2009plus"
3. Eine landesweite Energiedienstleistungsstruktur, die einem Wirtschaftsförderungsprogramm gleichkommt.

Integriert in den "Masterplan" sind eine Landesenergieagentur, Beratungsservice zur Rekommunalisierung der Energieversorgung sowie Projekte für eine Bürgerbeteiligung beim Energiesparen. Rekommunalisierung und Dezentralisierung der Energieversorgung sind ein Markenzeichen der LINKEN.

Das "Große Energieeinsparkraftwerk Thüringen 2009plus" ist die Kombination verschiedener Energieeffizienz- und Energieeinsparmaßnahmen. Damit können spätestens zum Ende der Legislaturperiode jährlich rund 1.000 Millionen Kilowattstunden Strom eingespart werden.

Ramelow und Telkämper erteilten der Nutzung der Kernkraft eine deutliche Absage: "Atomenergie ist tödlich und unbezahlbar", sagte Ramelow.

"Als Ministerpräsident werde ich dafür sorgen, dass wir mit diesem Konzept die Wirtschaft fördern, neue Arbeitsplätze im Maschinen-, Anlagenbau, im Handwerk und im Dienstleistungssektor schaffen sowie alte Arbeitsplätze sichern", sagte Ramelow. "Ziel ist, die gesamte Wertschöpfungskette bei den erneuerbaren Energien in Thüringen auszubauen. Ich stehe für ein zukunftssicheres Thüringen."