14. Mai 2009 Bodo Ramelow

Ramelow: Opel darf kein Spielball für Spekulation werden!

Bodo Ramelow, Ministerpräsidentenkandidat der Partei DIE LINKE in Thüringen, erklärt zur anhaltenden Debatte um die Rettung des angeschlagenen Autoherstellers Opel: „Eine Finanzierung über die Landesbanken ist nur dann eine gute Idee, wenn auch die Frage der Eigentümerschaft mutig angepackt wird. Wir fordern, dass die vier betroffenen Bundesländer einem Kaufkonsortium vorstehen müssen“, sagte Ramelow heute.

„Wenn nun mehrere Top-Manager von General Motors ihre gesamten Aktien abstoßen, erzeugt das kein Vertrauen. Manager, die für die Krise des Konzerns verantwortlich sind und nun persönlich Kasse machen, können nicht mehr Ansprechpartner der Politik oder der Arbeitnehmer sein! Hier wird verantwortungslos gehandelt", kommentiert Ramelow.

Unter den Aktienverkäufern ist nach Presseberichten auch der GM Europa-Chef Carl-Peter Forster. „Damit wird deutlich, dass man von Forster keinerlei Pläne zur Sanierung von Opel erwarten kann“, sagt Ramelow. Deshalb muss nun ein Kaufkonsortium unter Führung der vier Bundesländer endlich allen Spekulationen einen Riegel vorschieben und dafür sorgen, dass Opel nicht weiter Spielball von Spekulation bleibt.

Die vier Ministerpräsidenten haben es dann in der Hand, weitere Mitkäufer auszuwählen und passende Interessenten einzuladen. „Eine Treuhänder-Lösung ist nur zweite Wahl, aber immer noch besser als ein Zuschlag für Fiat. Dass es Fiat mit seinem Engagement für Opel nur auf Staatsgeld abgesehen hat, ist offenkundig“, sagt Ramelow.

„Ich fordere den Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus auf, endlich seine Verantwortung wahrzunehmen und gemeinsam mit den anderen MP's zu handeln. Es ist höchste Zeit, dass Opel in eine sichere Zukunft geführt wird und die vielen Arbeitslätze bei Opel in Eisenach, den Zuliefereren und den Kollegen weltweit erhalten werden!“, fordert der Ministerpräsidentenkandidat der Thüringer LINKEN Bodo Ramelow.

Die aktuellen Auseinandersetzungen um die Automobilhersteller VW und Porsche zeigen, wie gut das VW-Gesetz mit Niedersachen als Miteigentümer für die Beschäftigten wirkt.