11. November 2009 Knut Korschewsky

11.11.2009: Wenn etwas verpufft, dann ist es meist heiße Luft - Höhn heuchelt Entsetzen

Der Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Thüringen, Knut Korschewsky, erklärt zu den Behauptungen von Uwe Höhn, dass die Linke endlich ihre Haltung zur DDR-Diktatur klären müsse.

Die Linke hat sich in den letzten 20. Jahren immer wieder kritisch und selbstkritisch mit der DDR-Vergangenheit auseinandergesetzt.

Gerade aus Anlass des 20. Jahrestages der Öffnung der Mauer beschäftigte sich der Landesvorstand der Partei DIE LINKE mit dem Thema und fasste am 06.März 2009 einen Beschluss, in dem es unter anderem heißt:

„Wir sehen uns auch weiterhin in der besonderen Pflicht, uns kritisch mit der Rolle der SED, ihrem politischen Versagen und ihrer Verantwortung für das Scheitern der DDR auseinander zu setzen. Das System der DDR ist an seinen eigenen grundlegenden demokratischen, ökonomischen und ökologischen Defiziten und an seiner eigenen Reformunfähigkeit gescheitert. Dies betrifft insbesondere die achtziger Jahre. Es hatte geschichtlich keine Entwicklungsperspektive mehr und ist zu Recht untergegangen.“

Zum Jahrestag des Mauerfalls hat sich Lothar Bisky am 09. November 2009 mit einer Erklärung geäußert, die natürlich für die ganze Partei gilt.

Offensichtlich will Herr Höhn nur alte Vorurteile pflegen oder aber er verschließt sich politischen Realitäten. Beides sind Eigenschaften, die in der Politik ungeeignet sind, um das Land nach vorne zu bringen.

Die Partei DIE LINKE wird die Aufarbeitung der Vergangenheit nicht zu den Akten legen und sich auch in Zukunft mit diesen Fragen weiter beschäftigen. So ist vorgesehen, auf der nächsten Tagung des Landesparteitages am 28/29. November 2009 sich erneut mit den Problemen der DDR-Vergangenheit zu befassen.