1. November 2010 Knut Korschewsky

LINKE kritisiert Mittelkürzung beim studentischen Wohnen

Die geplante Halbierung der Landesmittel im Haushaltsentwurf 2011 für die Schaffung von studentischem Wohnraum stößt bei der Partei DIE LINKE Thüringer auf Kritik. Die Landesregierung will dem Studentenwerk Thüringen zukünftig nur noch Gelder in Höhe von einer Million Euro für diese Aufgabe bereitstellen. Kai Bekos, studierendenpolitischer Sprecher beim Landesvorstand DIE LINKE Thüringen, sagt dazu: „Eine Verringerung dieses Haushaltstitels wird gerade für die Universitätsstadt Jena eine fatale Wirkung entfalten. Der Hochschulstandort Thüringen wird dadurch Schaden nehmen. Man kann nicht einerseits die Werbetrommel für ein Studium in Thüringen rühren und andererseits die Studierenden so vor den Kopf stoßen. Es kann nicht sein, dass jedes Jahr mehr Neuzugänge an der Jenaer FSU und FH monatelang ein Zimmer suchen und Wohnraum nur in Apolda und Gera finden oder gar auf einem Campingplatz leben müssen.“ DIE LINKE fordert vor diesem Hintergrund eine weitere Aufstockung der Gelder für mehr studentischen Wohnraum in Jena. Dies sei auch betriebs- und volkswirtschaftlich sinnvoll. Langfristige erfolge eine Refinanzierung der Kosten über die Mieteinnahmen des Studentenwerkes. Außerdem seien Steuermehreinnahmen durch die zusätzlichen Einwohner zu erwarten, sagt das Mitglied im Landesvorstand der LINKEN und Vorsitzender des Kreisverbandes Jena der Partei.