8. Februar 2011 Katrin Christ-Eisenwinder

Militärische Zeremonie auf Schloss Friedensstein unpassend und Geschmacklos

Auf Schloss Friedenstein in Gotha, das Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha („Ernst der Fromme“) nach den Gräueltaten und Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges in Gotha begründete und mit der Symbolik des „Friedenskusses“ versehen ließ, eine öffentliche Vereidigung von Soldaten der Bundeswehr durchzuführen bezeichnet die Geschäftsführerin der Partei DIE LINKE Thüringen, Katrin Christ-Eisenwinder als unpassend und Geschmacklos.

 Eine solche öffentliche Vereidigung von Rekruten der Bundeswehr am 09.02.2011 wird von unserer Partei und vielen Friedensfreundinnen und Friedensfreunden nicht ohne begleitenden Protest hingenommen, so Katrin Christ-Eisenwinder am Rande einer Bildungsveranstaltung in Elgersburg.

Wir werden mit Plakaten und Spruchbändern auf den Umstand aufmerksam machen, dass solche Art militärischer Zeremonie nach unserer Auffassung nicht in den öffentlichen Raum und schon gar nicht auf ein Schloss gehört das seinem Namen und seiner Geschichte nach dem Frieden, der Kultur und der Bildung verpflichtet ist. Insbesondere in einer Zeit, in der die Wehrpflicht abgeschafft wird und die Bundeswehr als Berufsarmee etabliert werden soll sind solche Rituale unpassend und sollten der Vergangenheit angehören, so Christ-Eisenwinder abschließend.